Physikalische Therapie

 

In der Physikalischen Therapie werden mehrere Behandlungsformen zusammengefasst. Hierzu gehören die unterschiedlichsten Massageformen, Elektrotherapie sowie Packungstherapien (am bekanntesten sind hier die Fangopackungen). Die Physiotherapeuten sind speziell ausgebildet, teilweise haben sie auch noch Zusatzausbildungen.

 


 

Fango

 

Aus dem Italienischen = Schlamm 


Der Mineralschlamm - Ablagerungen um Thermalquellen, meist vulkanischen Ursprungs - wird wie das feine, mit Heilwasser vermischte Fangopulver auch als Körperpackung bei chronischen schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparates, z.B. Lumbalgien, HWS-Syndrom, Osteoporose, Arthrosen, Weichteilrheumatismus u.a. verwendet.

 


 

Elektrotherapie

 

Als Elektrotherapie wird die medizinische und physiotherapeutische Anwendung von elektrischem Strom bezeichnet. Es gibt mehrere, unterschiedliche Verfahren, denen gemeinsam ist, dass Gleich- oder Wechselstrom durch den Körper fließt.


3 Stromarten: Je nach Indikation können unterschiedliche Stromarten zum Einsatz kommen.

  • Galvanischer Strom (Gleichstrom, Galvanisierung)
    Galvanische Ströme führen zu Analgesie, Hyperämie und Stoffwechselsteigerung des Gewebes. Dadurch kann der Heilungsvorgang beschleunigt werden.
  • Niederfrequenter Strom (0-1000Hz)
    Diese Reizströme erregen Nerven und Muskelfasern und führen zu einer Kontraktion. Sie dienen dem Erhalt von geschwächter oder teilgelähmter Muskulatur.
  • Mittelfrequenter Strom (1kHz-100kHz)
    Mittelfrequente Wechselströme wirken über Muskelkontraktion und anschließende Entspannung. Außerdem kommt es zu analgetischen Effekten und zu einer Hyperämie.
  • Hochfrequenter Strom (>100kHz)
    Hochfrequenter Strom erwärmt tief gelegenes Gewebe. Er gilt als durchblutungsfördernd und analgetisch. Außerdem können immunologische Prozesse und der Stoffwechsel im Körperinneren angeregt werden.

 


 

Kälte-/Wärmetherapie

Behandlung mit Wärme, wobei in der physikalischen Therapie zwischen Wärme zuführenden (z.B. Infrarot) und Wärme entziehenden (z.B. Eisanwendung) Maßnahmen unterschieden wird.


Ziele der physikalischen Therapie

  • Schmerzlinderung,
  • Entzündungsdämpfung,
  • Funktionsverbesserung (Kraft, Beweglichkeit, Koordination),
  • Muskeldetonisation,
  • Verbesserung von Durchblutung und Trophik,
  • Verhütung und Korrektur von Fehlstellungen,
  • Einsparung symptomatischer Medikation,
  • Vor- und Nachbehandlung rheumaorthopädischer Eingriffe,
  • Verbesserung der körperlichen Reaktionslage.